Richtig Zähne putzen: Technik, Häufigkeit und häufige Fehler

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Zähne putzen gehört zum Alltag, fast wie Atmen. Und doch machen viele Menschen dabei unbewusst Fehler, die langfristig dem Zahnschmelz oder dem Zahnfleisch schaden können.

In diesem Artikel erklären wir Ihnen, worauf es bei der Putztechnik wirklich ankommt, wie oft Sie die Zähne putzen sollten und welche Gewohnheiten Sie besser vermeiden.

Wie oft sollten Sie die Zähne putzen?

Die Empfehlung lautet: zweimal täglich, morgens und abends. Wichtiger als die genaue Anzahl ist, dass Sie die Abendeinheit nicht auslassen.

Nachts produziert der Mund weniger Speichel. Speichel hat eine schützende und reinigende Funktion. Wer abends nicht putzt, lässt Bakterien über Nacht ungestört wirken.

Eine dritte Reinigung nach dem Mittagessen ist sinnvoll, aber nicht zwingend. Falls Sie zwischendurch putzen möchten: Nach dem Essen mindestens 30 Minuten warten, damit der Zahnschmelz nach dem Säurekontakt wieder Zeit hatte, sich zu stabilisieren.

Welche Technik ist richtig?

Es gibt verschiedene bewährte Techniken. Für die meisten Menschen empfehlen Zahnärzte die modifizierte Bass-Methode oder kreisende Bewegungen, bekannt als die Fones-Methode für Kinder. Entscheidend ist die Grundregel: sanft und systematisch.

So gehen Sie vor:

1. Zahnbürste im 45-Grad-Winkel zum Zahnfleischrand ansetzen.

2. Kleine, rüttelnde oder kreisende Bewegungen ausführen, nicht schrubben.

3. Jeden Zahn einzeln behandeln: Außenflächen, Innenflächen, Kauflächen.

4. Systematisch vorgehen: zum Beispiel immer in derselben Reihenfolge.

5. Pro Putzvorgang mindestens zwei Minuten einplanen.

Elektrische Zahnbürsten mit Rundkopf können bei der richtigen Anwendung effektiv sein. Sie nehmen Ihnen einen Teil der Arbeit ab. Wichtig ist auch hier: kein zu starker Druck.

Welche Fehler kommen häufig vor?

Zu viel Druck: Kraftvolles Schrubben ist nicht gründlicher. Es schadet dem Zahnfleisch und kann den Zahnschmelz langfristig abtragen. Ein leichter Druck reicht aus.

Zu kurz putzen: Zwei Minuten klingen kurz, fühlen sich aber ohne Uhr lang an. Ein Timer oder eine elektrische Bürste mit automatischer Zeitmessung kann helfen.

Immer in derselben Richtung beginnen: Wer immer auf derselben Seite anfängt, putzt die erste Seite gründlicher, weil dort noch Konzentration und Zeit vorhanden sind. Wechseln Sie die Startseite.

Zahnzwischenräume weglassen: Die Zahnbürste reinigt nur die Außen- und Innenflächen sowie die Kauflächen. Zahnzwischenräume bleiben ohne Zahnseide oder Interdentalbürsten ungereinigt.

Zu früh nach dem Essen putzen: Säuren aus Speisen und Getränken erweichen den Zahnschmelz vorübergehend. Direkt danach zu bürsten kann Schmelz abtragen.

Bürste zu selten wechseln: Nach spätestens drei Monaten sollte die Zahnbürste gewechselt werden, früher, wenn die Borsten ausfransen.

Welche Zahnbürste ist die richtige?

Empfohlen wird eine Zahnbürste mit weichen Borsten. Weiche Borsten schonen das Zahnfleisch und sind für die meisten Menschen ausreichend wirksam. Mittelhart oder hart ist für gesunde Zähne nicht notwendig und kann bei empfindlichem Zahnfleisch schaden.

Der Bürstenkopf sollte so klein sein, dass er auch die hinteren Backenzähne gut erreicht.

Was wir für Sie tun können

Im Rahmen Ihrer Prophylaxe erklären wir Ihnen gern, welche Putztechnik zu Ihrer Mundanlage passt, welche Hilfsmittel sinnvoll sind und wo bei Ihnen besondere Aufmerksamkeit nötig ist.

Gute Mundhygiene ist keine Frage des Aufwands, sondern der richtigen Technik. Wir zeigen Ihnen alltagsnahe Wege, mit denen Ihre Zahnpflege zu Hause besser wirkt.

Sprechen Sie uns beim nächsten Termin darauf an. Wir nehmen uns die Zeit für individuelle Pflegehinweise.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine zahnärztliche Untersuchung. Bei Fragen zu Ihrer persönlichen Mundhygiene empfehlen wir eine Beratung in unserer Praxis.

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