Zahnarztangst ist keine Schwäche – sie ist eine der häufigsten Phobien überhaupt. Schätzungsweise jeder dritte Erwachsene empfindet vor einem Zahnarztbesuch Unbehagen, und für etwa zehn bis fünfzehn Prozent der Bevölkerung ist die Angst so ausgeprägt, dass Behandlungen über Jahre hinausgeschoben werden. Als Zahnarzt für Angstpatient:innen in Düsseldorf behandeln wir in der Praxis Farivar Menschen mit besonderer Sorgfalt – und bieten verschiedene Sedierungsoptionen an.
Dentalphobie verstehen – Sie sind nicht allein
Zahnbehandlungsangst entsteht häufig durch frühere negative Erfahrungen, durch das fehlende Kontrollgefühl auf dem Behandlungsstuhl oder durch die spezifische Geräuschkulisse einer Zahnarztpraxis. Bei manchen Menschen genügen kleine Maßnahmen – ein ruhiges Gespräch vorab, klare Erklärungen, Pausen auf Wunsch. Bei anderen ist eine medikamentöse Unterstützung der sinnvollere Weg.
Sprechen Sie uns an. Wir hören zu, ohne zu bewerten.
Sedierungsoptionen in der Praxis Farivar
Wir bieten verschiedene Möglichkeiten, um Ihre Behandlung so entspannt wie möglich zu gestalten:
Lachgas – leichte Entspannung
Lachgas (Stickstoffmonoxid) wird über eine Nasenmaske eingeatmet und wirkt innerhalb weniger Minuten. Es dämpft die Angst, ohne das Bewusstsein vollständig auszuschalten. Sie bleiben ansprechbar, können kommunizieren und sind nach der Behandlung schnell wieder fahrtüchtig. Lachgas eignet sich für leichte bis mittlere Zahnarztangst.
Orale Sedierung – Dämmerschlaf
Bei der oralen Sedierung nehmen Sie vor der Behandlung ein Beruhigungsmittel (Midazolam, bekannt als Dormicum) in Tablettenform ein. Die Wirkung setzt nach etwa 30 bis 60 Minuten ein und versetzt Sie in einen entspannten Dämmerzustand – Sie sind noch ansprechbar, nehmen die Behandlung aber kaum bewusst wahr. Diese Methode eignet sich besonders für Patientinnen und Patient:innen mit stärkerer Angst oder wenn längere Behandlungen anstehen.
Tiefensedierung – für schwere Dentalphobie
Bei einer Tiefensedierung werden Sie durch ein Medikament in einen schlafähnlichen Zustand versetzt. Die Behandlung wird von einer Anästhesiefachkraft begleitet, die Ihre Vitalfunktionen überwacht. Diese Option ist für Menschen geeignet, bei denen keine andere Sedierungsform ausreicht – zum Beispiel bei extremer Dentalphobie oder bei sehr umfangreichen Behandlungen.
Wie wir den Ablauf vorbereiten
Vor jeder Sedierungsbehandlung führen wir ein ausführliches Vorgespräch. Wir erklären, was auf Sie zukommt, welche Methode für Ihre Situation geeignet ist und was Sie vorab beachten sollten. Bei oraler Sedierung und Tiefensedierung benötigen Sie eine Begleitperson und dürfen nach der Behandlung nicht selbst fahren.
Häufige Fragen
Ist Sedierung beim Zahnarzt sicher?
Ja, bei fachgerechter Anwendung ist Sedierung sicher. Wir setzen Sedierungsverfahren nur ein, wenn sie medizinisch begründet sind und führen vorab eine Abfrage zu Vorerkrankungen und Medikamenten durch. Bei der Tiefensedierung wird eine Fachkraft für Anästhesie eingebunden.
Wie lange dauert es, bis ich nach einer Sedierung wieder fit bin?
Nach Lachgas sind Sie in der Regel nach wenigen Minuten wieder vollständig belastbar. Nach oraler Sedierung oder Tiefensedierung sollten Sie den Rest des Tages ruhig verbringen. Sie benötigen eine Begleitperson für den Heimweg.
Muss ich meine Angst erklären oder rechtfertigen?
Nein. Wir fragen nicht danach, warum Sie Angst haben. Wir nehmen sie ernst – und finden gemeinsam mit Ihnen einen Weg, der für Sie funktioniert.